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Der Audiopädagogische Dienst (APD) Luzern begleitet circa 280 Kinder und Jugendliche mit einer Hörbeeinträchtigung in der ganzen Zentralschweiz.

Die Audiopädagogin Jeanine Jans ist seit 2010 beim APD tätig. «Den APD kenne ich jedoch schon viel länger», lacht sie. «Bei mir wurde im Alter von 15 Monaten eine hochgradige Hörbeeinträchtigung diagnostiziert. Damals fuhr meine Mutter zweimal wöchentlich mit mir nach Luzern zur Audiopädagogin». Jeanine Jans kann sich gut erinnern: «Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Audiopädagogischen Therapiesitzungen. Da ich stets sehr wissbegierig war, machte mir das gemeinsame Spielen und Lernen mit der Audiopädagogin grossen Spass. Immer wieder organisierte sie auch Gruppentherapien, damit wir andere betroffene Kinder kennenlernen konnten». Heute ist Jeanine Jans als Audiopädagogin für eine massgeschneiderte Förderung bei den Kindern mit einer Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit zuständig.

Bild: Jeanine Jans

Audiopädagogischer Dienst

Seit Sommer 2024 gehört Martina Kälin zum APD-Team. Sie trägt seit über 25 Jahren Hörgeräte. Als Schülerin wurde sie integrativ in der Regelschule am Wohnort wie auch separativ in einem Zentrum für Hören und Sehen beschult. «In der Regelschule war ich das einzige Kind mit Hörgeräten. Dort wurde ich einmal wöchentlich vom Audiopädagogischen Dienst unterstützt», blickt Martina Kälin auf ihre Primarschulzeit zurück. «Im Zentrum traf ich andere Jugendliche mit einer Schwerhörigkeit. Es war mir lange gar nicht bewusst, dass ich nicht alleine bin». Eine grosse Herausforderung für Martina Kälin war der Erwerb des Bachelors Primarstufe. «Das Unterrichten in den Praktikas vor der ganzen Klasse ist nicht einfach, wenn man Hörgeräte trägt», erinnert sie sich. Wenn Martina Kälin auf die ersten Monate beim Audiopädagogischen Dienst zurückblickt, erkennt sie ihren grossen Erfahrungsschatz als Selbstbetroffene: «Ich weiss, wie es ist und wovon ich spreche».

Bild: Martina Kälin


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